Di. 09.04.19 Ein «Dreiklang» für den Aargau

KSA präsentiert Siegerprojekt für den Neubau

Der Verwaltungsrat der Kantonsspital Aarau AG folgt dem Vorschlag der Wettbewerbsjury und kürt das Projekt «Dreiklang» zum Sieger im Gesamtleistungswettbewerb um den Neubau des Kantonsspitals Aarau. Die Gebäudekonzeption besticht durch seine integrierende Funktionalität, durch die klare Trennung ambulanter und stationärer Medizin sowie durch seine Flexibilität. Ein Grundgedanke dominiert das Konzept: Kurze Wege für Personal sowie Patientinnen und Patienten. Die Projektfreigabe erfolgt in Abstimmung mit dem Regierungsrat voraussichtlich im dritten Quartal 2019, wenn die Finanzierung geklärt ist.

Der Verwaltungsrat hat entschieden, das Siegerprojekt für den Neubau des KSA steht fest. Aus dem zweistufigen, rund zwei Jahre dauernden Wettbewerbsverfahren ist jetzt das Projekt «Dreiklang» des Gesamtleistungsanbieters ARGE Marti / BAM als Sieger hervorgegangen. «Der Projektvorschlag weist eine städtebaulich, architektonisch und organisatorisch solide Grunddisposition auf, die mit der sorgfältigen Ausarbeitung der Betriebsorganisation in grosser Tiefe überzeugt und die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen und effizienten Spitalbetrieb sehr gut erfüllt», urteilt die Wettbewerbsjury.

Der Verwaltungsrat erkennt das grosse Potenzial des Projekts für das KSA, die Stadt Aarau und den Kanton. «Das Projekt Dreiklang bringt mit seiner prozessoptimierten und modern gestalteten Infrastruktur alles mit, um das KSA in die Zukunft zu führen, und erfüllt sämtliche Anforderungen, die an ein modernes Spital der Zukunft gestellt werden, sowohl aus Patientensicht, aus Sicht der Bevölkerung und der künftig hier arbeitenden Mitarbeitenden, ebenso aus betriebswirtschaftlicher Sicht», sagt Peter Suter, Verwaltungsratspräsident des KSA zur Wahl des Siegerprojekts.

Dreiklang – Drei Dimensionen im Einklang

Das projektierte Gebäude – ein viergeschossiges Sockelgebäude mit fünfgeschossigem, nach innen versetztem Aufbau – gliedert sich in drei Hauptbereiche, die im Gesamtbau dennoch eine Einheit bilden: Ambulatorien, Funktionsbereiche und Bettenstationen. In der Konzeption dominiert für alle Bereiche ein Grundgedanke: Das Prinzip der kurzen Wege für Personal und Patientinnen und Pati-enten. Stark frequentierte Stationen wie der Notfall, die Radiologie oder die Ambulatorien der Inneren Medizin befinden sich im Erdgeschoss, die operativen Disziplinen im ersten, die interventionellen und konservativen Disziplinen sowie die Intensivpflege im zweiten Stockwerk. Im dritten Stock ist das Mutter-Kind-Zentrum inkl. Neonatologie untergebracht. Das Bettenhaus mit seinen Pflegestationen erstreckt sich vom vierten bis zum neunten Obergeschoss mit weitem Blick ins grüne Umland.

Ambulant und stationär konsequent getrennt

Die ambulanten und stationären Bereiche inklusive deren Verkehrsströme wurden konsequent durch einen viergeschossigen und lichtdurchfluteten Boulevard getrennt. Er ist das Herzstück des Gebäu-des und sorgt für Orientierung bei Patientinnen und Patienten, Besucher und Mitarbeitenden. Offen geführte Verbindungstreppen und Lichthöfe sowie eine exakt gefügte, rhythmisierte Fassade mit grosszügigen Fensteröffnungen unterstützen die Orientierung und ermöglichen den Dialog mit dem Park, den das Gebäude umgibt. Die stringente Struktur des Gebäudes basiert auf einem gleichmäs-sigen Stütz- und Ausbauraster und ist modular. Das sorgt für hohe Flexibilität in der Planung, für spätere Veränderungen, für Umstrukturierungen im laufenden Betrieb und für Weiterentwicklung.

Mehr Raum für Gesundheit

In der Innenraumgestaltung wird mit angenehmen Materialien und sanften, aus der Natur hergeleiteten Farbtönen gearbeitet. Sie vermitteln Wärme und unterstreichen die Funktionalität der einzelnen Bereiche. Ein durchdachtes Beleuchtungskonzept und das natürliche Tageslicht aus den Innenhöfen sorgen für grosses Wohlbefinden. Die Patientenzimmer sind mit grossen Fenstern ausgestattet. Sitznischen und eine feine Materialisierung in Holz als wichtige Gestaltungselemente unterstützen den Heilungsprozess im Sinn einer «Healing Architecture».

Projektfreigabe im dritten Quartal 2019

Über die Projektfreigabe entscheidet der Verwaltungsrat des KSA in enger Abstimmung mit dem Regierungsrat nach der Klärung der Tragbarkeit und der Finanzierung voraussichtlich im dritten Quartal 2019. Nach der Projektfreigabe kann mit der Bauplatzinstallation gestartet und im Frühjahr 2020 mit dem Bau begonnen werden. Läuft alles nach Plan, kann das neue Spital im Jahr 2024 in Betrieb genommen werden.

Mehr Grünfläche für die Stadt

Durch den Abbruch bestehender Gebäude und die Neugestaltung des Parks wird die jetzige Fragmentierung aufgelöst und die Grünfläche im Herzen der Stadt von heute rund 75’000 m2 auf über 94’000 m2 erhöht. Vorhandene Kunstwerke und der bestehende historische Garten werden in die neue Gestaltung integriert. Mitarbeitende, Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besucher können sich an der neuen Parkanlage erfreuen. Die grösste Parkanlage der Stadt bleibt ein Ort der Begegnung und erhält auch vielfältige Nutzungs- und Entwicklungsoptionen für die Bevölkerung.

 

Weitere Informationen erhalten Sie in der angehängten Pressemitteilung, in der Broschüre oder auch auf unserer Webseite unter www.ksa.ch/neubau.

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