Brachytherapie – gezielte Radiotherapie
Unsere Abteilung bietet sowohl intrakavitäre als auch interstitielle Brachytherapie an. Diese speziellen Formen der Radiotherapie kommen hauptsächlich bei gynäkologischen Krebserkrankungen, wie Gebärmutterkrebs, sowie bei bestimmten gutartigen Erkrankungen, etwa sogenannten Keloiden (überschiessende Narbenbildungen), zum Einsatz.
Was ist Brachytherapie?
Die Brachytherapie ist eine Form der inneren Radiotherapie. Bei jeder ambulanten Behandlung wird eine kleine Strahlenquelle für kurze Zeit direkt in oder auf das erkrankte Gewebe platziert und vor der Entlassung des Patienten wieder entfernt. Dadurch kann sich der Patient/die Patientin problemlos in der Nähe von Schwangeren und Kindern aufhalten, da er/sie selbst keine Strahlung abgibt. Das erlaubt eine besonders gezielte Behandlung des Tumors oder der Veränderung, wodurch umliegendes gesundes Gewebe besser geschont wird als bei einer Bestrahlung von aussen.
Intrakavitäre vs. interstitielle Brachytherapie – der Unterschied:
- Bei der intrakavitären Brachytherapie wird die Strahlenquelle in eine Körperhöhle eingebracht, beispielsweise in die Scheide.
- Bei der interstitiellen Brachytherapie wird die Strahlenquelle direkt in das Gewebe eingeführt, beispielsweise mit einem feinen Tubus.
Diese Methode kommt zum Einsatz, wenn die Behandlung besonders präzise und tief im Gewebe erfolgen muss.
Kontakt und Überweisung:
Bitte wenden Sie sich an Ihre behandelnde Ärztin, Ihren behandelnden Arzt, um eine Überweisung zu erhalten.
Gerne können Sie uns auch direkt kontaktieren, wenn Sie eine Zweitmeinung wünschen oder Fragen zu einer möglichen Behandlung haben.