Kompetenzzentrum Ernährung, Essstörungen und Adipositas 

Massgeschneiderte Ernährungstherapie

Das KEEA ist ein umfassendes Kompetenzzentrum für alle gesundheitlichen Probleme, die mit der Ernährung zusammenhängen. 

Wir beraten Personen mit Übergewicht, von der Ernährungsberatung bis hin zur Adipositas-Chirurgie, und begleiten Betroffene mit Essstörungen wie Magersucht und Bulimie. Im Bereich der Ernährungsmedizin gehen wir auf Fehl- oder Mangelernährung ein. Dank der engen Zusammenarbeit von unterschiedlichen Fachbereichen, können wir die Therapie auf die individuellen Bedürfnisse jeder Person abstimmen.

Das standortübergreifende KEEA vereint die exzellenten medizinischen Kompetenzen des Kantonsspitals Aarau und des Spitals Zofingen unter einem Dach. Wenden Sie sich für eine Überweisung an Ihren Hausarzt oder nehmen Sie direkt mit uns Kontakt auf.

KEEA-Leitung

 

Im Bild: Dr. med. Patricia Paniz (Psychiatrie), Dr. med. Annic Baumgartner (Endokrinologie / Ernährungsmedizin), Manuela Deiss (Ernährungsberatung), Dr. med. Gabriela Werder (Adipositas-Chirurgie), Shima Wyss (Leiterin Beratung und Therapie IM).

Die Abteilung Endokrinologie, Diabetologie und Metabolismus ist eine eigenständige Abteilung der Medizinischen Uniklinik. In klinischer Hinsicht ist die Abteilung mehrheitlich im ambulanten Bereich sowie konsiliarisch im gesamten stationären Bereich des Spitals sowie in Spitälern der Region tätig (z.B. Spital Zofingen).

Die wichtigsten Aufgaben des Fachbereichs für Endokrinologie, Diabetologie und Metabolismus ist die ambulante Betreuung von erwachsenen Patienten mit Erkrankungen aus dem Bereich des Hormonstoffwechsels. Dies beinhaltet Erkrankungen der Schilddrüse und Nebenschilddrüse, der Hypophyse, der Nebenniere, Diabetes mellitus Typ 1 und 2, Störungen des Fettstoffwechsels, angeborene Stoffwechselkrankheiten und viele mehr. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Betreuung von Patienten mit Ernährungsproblemen dar.

Seltene und komplizierte Fälle diskutieren wir mit Kolleginnen und Kollegen des Endo-Diab-NET, dem schweizweit einzigartigen Kompetenznetzwerk der Kantonsspitäler Aarau und Luzern und des Universitätsspital Basel. Unsere gemeinsamen Richtlinien sind im beliebten, praxiserprobten und übersichtlichen Pocket Guide zusammengefasst.

Unsere Abteilung engagiert sich intensiv im Bereich der "Outcome-Forschung" und trägt mit zahlreichen, z.T. vom Schweizerischen Nationalfond unterstützten Forschungsprojekten zur Verbesserung der Patientenbetreuung und -behandlung bei.

Verfügbarkeit von Saxenda® / Wegovy®

Saxenda® wird gemäss Meldung des Herstellers NovoNordisk ab dem 31.03.2024 nicht mehr verfügbar sein. Ersetzt wird Saxenda® durch Wegovy®. Wegovy® gehört der gleichen Medikamentenklasse an und ist in Bezug auf Wirkungsweise und Nebenwirkungsprofil vergleichbar. Die zu erwartende Wirkung auf das Gewicht liegt im Bereich einer Reduktion um 15% des Ausgangsgewichtes und ist etwas stärker als der Vorgänger Saxenda®. Ab dem 01.03.2024 erhält Wegovy® Kassenzulassung und kann als nahtloser Ersatz von Saxenda® zur Behandlung von Übergewicht und Adipositas eingesetzt werden.

Ozempic® und Rybelsus® sind nicht zugelassen zur Behandlung von Übergewicht und Adipositas.

Fragen und Antworten zu Saxenda und Wegovy.

Für Sie und Ihre Anliegen da.

Unser Leistungsumfang

Was wir Ihnen bieten

Weiterführende Informationen

  • Das KEEA bietet eine enorme Vielfalt an Therapien. Spezialistinnen und Spetzialisten aus den verschiedenen Fachgebieten Ernährungsmedizin, Adipositas-Chirurgie, Psychiatrie, Ernährungsberatung sowie Psychotherapie arbeiten eng zusammen. Die Patientinnen und Patienten profitieren vom interprofessionellen Angebot und erhalten eine individuell abgestimmte Behandlung. Zuweisende Ärztinnen und Ärzte können sich bei Fragen jederzeit an die kompetenten Ansprechpersonen des KEEA wenden.

    Mit seinem Qualitätskonzept hat sich das KEEA dazu verpflichtet, die Behandlungen gemäss den gängigen Leitlinien durchzuführen. In verschiedenen Beratungsgruppen, sogenannten Boards, werden die Therapien der Betroffenen in regelmässigen Abständen mit allen beteiligten Fachpersonen besprochen. So erreicht das Team des KEEA umfassende Behandlungen, die jeden Patienten und jede Patientin individuell im Krankheitsverlauf abholen.

    Das KEEA steht in ständigem Austausch mit folgenden Fachgruppen und Fachgesellschaften:

    • AKE-Nutrition (Arbeitsgemeinschaft für klinische Ernährung)

    • DGEM (Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin)

    • ESPEN (European Society for Clinical Nutrition and Metabolism)

    • GESKES (Gesellschaft für klinische Ernährung der Schweiz)

    • SGE (Schweizerische Gesellschaft für Ernährung)

    • SGES (Schweizer Gesellschaft für Essstörungen)

    • SGKJPP (Schweizerische Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie)

    • SGPP (Schweizerische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie)

    • SMOB (Swiss Society for the Study of morbid Obesity and metabolic disorders)

    • SVDE (Schweizerischer Verband der Ernährungsberater/innen)

    • SGED Schweizerische Gesellschaft für Endokrinologie und Diabetologie

    • SAPPM Schweizerische Gesellschaft psychosomatisch und psychosoziale Medizin

  • Im Normalfall werden die Patientinnen und Patienten durch die Hausärztin oder den Hausarzt ans KEEA überwiesen.

    Bevor wir mit einer Therapie starten, führen wir ein ausführliches Aufnahmegespräch mit den Betroffenen. Dabei werden gesundheitliche und psychische Probleme, aber auch das soziale Umfeld angesprochen. Die verschiedenen Fachpersonen aus Ernährungsmedizin, Psychiatrie, Ernährungsberatung sowie Psycho-, Physio- und Körperwahrnehmungstherapie legen anschliessend zusammen mit den Patientinnen und Patienten einen individuellen Therapieplan fest. Je nach Bedürfnis folgen anschliessend die Vorabklärungen in der Adipositas-Chirurgie.

    Die Therapien werden je nach Bedürfnis in Einzel- oder Gruppensitzungen durchgeführt und erfolgen ambulant oder auch stationär.

    Was erwartet mich in der ersten Sprechstunde? (Youtube-Video)

Unser Team

Ihr Anliegen

Fortbildung

Veranstaltungskalender

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Häufige Fragen

  • Versuchen Sie bereits bei leichtem Übergewicht mit ausgewogener Ernährung und Bewegung ihr Gewicht stabil zu halten. Vorbeugen ist immer einfacher, als im Nachhinein viel Gewicht abzunehmen. Am KEEA beraten wir Personen mit einem Body-Mass-Index (BMI) ab 28 kg/m2 mit metabolischen Folgeerkrankungen oder einem BMI ab 30kg/m2. Besonders spezialisiert sind wir auf Betroffene mit starkem Übergewicht ab BMI über 35 kg/m2.

  • Eine Adipositas-Operation, wie ein Magenbypass oder ein Schlauchmagen kommt ab einem Body-Mass-Index (BMI) von über 35 kg/m2 und mind. 2 Jahren erfolglosen konservativen Bemühungen der Gewichtsreduktion infrage.

  • Das KEEA vereint die Leistungen des KSA Aarau und des Spitals Zofingen standortübergreifend in einem Zentrum. Für Patientinnen und Patienten ist das gesamte Angebot verfügbar, gewisse Therapieangebote sind aber nur am KSA Aarau (z. B. Adipositas-Chirurgie) oder am Spital Zofingen (z. B. Körperwahrnehmungstherapie) vorhanden. Patientinnen und Patienten, welche operiert werden möchten, können aber von unserem Team, inklusive Chirurgin oder Chirurge in Zofingen gesehen und vor- und nach der Operation betreut werden – einzig die Operation selbst und der kurze Spitalaufenthalt danach finden am Standort Aarau statt.

  • Eine Ernährungsberatung vermittelt Informationen über ernährungsphysiologische, biochemische und allergologische Zusammenhänge der Ernährung und beinhaltet Beratung zur Lebensmittel­struktur, deren Herstellungsprozessen und gegebenenfalls auch zu Themen wie Essverhalten, Lebensführung, Körperbewusstsein und Sport, damit die Empfehlungen nachhaltig und individuell umgesetzt werden können.

  • Die Grundversicherung übernimmt folgende Kosten:

    Ab Body-Mass-Index (BMI) 28 kg/m2 mit metabolischen Folgeerkrankungen:
    1. Ernährungsberatung und medikamentöse Therapie

    Ab einem Body-Mass-Index (BMI) 30 kg/m2:
    1. Ernährungsberatung
    2. Liegt zusätzlich ein schwierig einstellbarer Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit) vor kann eine bariatrische Operation unter Kostendeckung durch die Kasse erwogen werden

    Ab BMI 35 kg/m2 zusätzlich:
    1. Ernährungsberatung
    2. Medikamentöse Therapie ohne Vorliegen von metabolischen Folgeerkrankungen
    3. Adipositas-Chirurgie mit Magenbypass oder Schlauchmagen zu den oben genannten Massnahmen, wenn die konservative Adipositas-Therapie nach zwei Jahren keinen Erfolg brachte

  • Bei einer Essstörung kreisen Ihre Gedanken und Gefühle ständig um die Nahrungsaufnahme oder den Effekt von Essen auf Ihren Körper. Sie werden davon so stark in Beschlag genommen, dass Ihr Körpergefühl und Ihre sozialen Kontakte darunter leiden.

  • Eine Essstörung ist mit grosser Scham verbunden und wird deshalb meist versteckt. Wenn Sie das Gefühl haben, eine nahestehende Person leide an einer Essstörung, sollten Sie reagieren. Suchen Sie einen günstigen Zeitpunkt, sprechen Sie das Thema an und machen Sie keine Vorwürfe. Wenden Sie sich zusammen mit der betroffenen Person so rasch wie möglich an eine Fachperson.

  • Es braucht Mut, sich eine Essstörung einzugestehen. Wenn Sie sich bewusst werden, wie viel Leid die Essstörung in Ihrem Leben anrichtet, lohnt es sich, daran zu arbeiten. Wenden Sie sich an eine Vertrauensperson oder direkt an Ihre Hausarztpraxis. Von dort aus werden Sie ans KEEA überwiesen. Sie können sich aber auch direkt beim KEEA melden. Je früher Sie mit einer Therapie beginnen, desto besser sind die Heilungschancen. Am KEEA beraten wir Sie und schauen miteinander, ob eine ambulante Therapie infrage kommt. Haben Sie einen Body-Mass-Index (BMI) von unter 15 kg/m2, ist eine stationäre Behandlung dringend empfohlen.

  • Wird vom interdisziplinären Team des KEEA eine Eignung der Patienten oder des Patienten für eine bariatrische Operation gemäss den Kriterien der SMOB festgestellt, wird der Eingriff, der am KSA Aarau stattfindet, durch die Krankenkasse übernommen.

Wo Sie uns finden