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    Hormonersatztherapie in den Wechseljahren: Wann ist sie sinnvoll?

    12. Januar 2026

    In den Wechseljahren können unterschiedliche Beschwerden auftreten. Eine Hormonersatztherapie (HRT) kann diese Beschwerden lindern. Ob eine solche Therapie sinnvoll ist, sollte individuell abgewogen werden.

    • Fachperson Dr. med. Zahraa Kollmann
    • Lesedauer ca. 3 Minuten
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    Was ist eine Hormonersatztherapie?

    Die Hormonersatztherapie (HRT) ist eine medizinische Behandlung zur Linderung von Beschwerden in den Wechseljahren. Dabei werden dem Körper Hormone zugeführt, um den hormonellen Mangel in der Zeit der Menopause auszugleichen. In der Regel handelt es sich um Östrogene, teilweise kombiniert mit Gestagenen.

    Wann kommt eine HRT infrage?

    Eine HRT gilt als die wirksamste Behandlung bei ausgeprägten Wechseljahrbeschwerden. Dazu zählen unter anderem:

    • Schlafstörungen

    • Nervosität und Reizbarkeit

    • Verminderte Leistungsfähigkeit und Gedächtnisprobleme

    • Beschwerden der Harnwege wie Inkontinenz oder wiederkehrende Harnwegsinfekte

    • Scheidentrockenheit

    • Gelenk- und Muskelschmerzen

    Zudem kann eine Hormonersatztherapie vorbeugend gegen Osteoporose wirken.

    Wie wird die Behandlung angewendet?

    Die Hormone können auf unterschiedliche Weise verabreicht werden. Zur Verfügung stehen unter anderem Tabletten, Pflaster, Cremes, Sprays oder vaginale Anwendungen. Welche Form geeignet ist, hängt von der individuellen Situation ab.

    Abwägung von Nutzen und Risiken

    Vor Beginn einer Hormonersatztherapie ist es wichtig, die persönlichen Vor- und Nachteile sorgfältig abzuwägen. Diese Entscheidung sollte immer auf individueller Basis erfolgen.

    Welche Alternativen gibt es?

    Bei leichten Beschwerden können auch nicht-medikamentöse Massnahmen hilfreich sein. Dazu zählen etwa:

    • Entspannungsübungen

    • Anpassungen des Lebensstils, zum Beispiel der Verzicht auf Koffein oder scharfe Speisen

    Bei stärkeren Beschwerden kommen zudem pflanzliche Mittel wie Phytoöstrogene oder bestimmte Antidepressiva als Alternativen infrage.

    Merkpunkte

    • Die Hormonersatztherapie ist die wirksamste Behandlung bei ausgeprägten Beschwerden.

    • Nutzen und Risiken sollten vor Therapiebeginn individuell abgewogen werden.

    • Lebensstiländerungen und pflanzliche Mittel können bei leichten bis moderaten Beschwerden eine Alternative sein.