Sind Abnehmspritzen sicher?
26. Januar 2026
Abnehmspritzen werden zunehmend zur Gewichtskontrolle eingesetzt. Wie diese Medikamente wirken, welche Nebenwirkungen bekannt sind und worauf vor und während der Anwendung zu achten ist, zeigt ein Überblick.
- Fachperson Dr. med. Annic Baumgartner
- Lesedauer ca. 3 Minuten
Was sind sogenannte Abnehmspritzen?
Bei den als Abnehmspritzen bezeichneten Medikamenten handelt es sich in der Regel um sogenannte GLP-1-Analoga. Diese Wirkstoffe sind einem natürlichen Hormon des Magen-Darm-Trakts nachempfunden. Für die Gewichtskontrolle ist derzeit Semaglutid (Wegovy) zugelassen; die Behandlung ist kostenpflichtig.
Das natürliche Hormon wie auch das Medikament wirken an verschiedenen Organen im Körper. Dadurch ergibt sich eine komplexe Wirkung. GLP-1-Agonisten werden seit über zehn Jahren in der Behandlung von Diabetes eingesetzt.
Mögliche Nebenwirkungen
Wie andere Medikamente können auch Abnehmspritzen Nebenwirkungen verursachen. Zu den häufigeren Beschwerden zählen:
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Völlegefühl
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Übelkeit
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Verstopfung
Seltener können Erbrechen, Durchfall oder Kopfschmerzen auftreten. Bei Personen mit bestehenden Gallensteinen oder mit früheren Entzündungen der Bauchspeicheldrüse ist Vorsicht geboten, da diese Beschwerden unter der Behandlung erneut auftreten können. Zudem werden vereinzelt weitere mögliche Veränderungen, beispielsweise am Auge, untersucht.
Treten während der Behandlung unklare Beschwerden auf, wird empfohlen, diese umgehend mit der behandelnden Fachperson zu besprechen.
Ärztliche Begleitung ist wichtig
Die Abnehmspritze ist ein Medikament und sollte auch als solches betrachtet werden. Ihr Einsatz sollte immer gemeinsam mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden. Für den Behandlungserfolg ist es zudem wichtig, den Lebensstil anzupassen, insbesondere in Bezug auf Ernährung und Bewegung.
Merkpunkte
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Abnehmspritzen gehören meist zu den GLP-1-Analoga.
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Semaglutid (Wegovy) ist für die Gewichtskontrolle zugelassen.
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Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Völlegefühl und Verstopfung.
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Bei bestimmten Vorerkrankungen ist besondere Vorsicht angezeigt.
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Die Anwendung sollte immer ärztlich begleitet werden.