Hypophysenzentrum
Zentrum für Erkrankungen der Hypophyse und Sellaregion
Spezialisiert denken. Gemeinsam behandeln.
Im Hypophysenzentrum behandeln wir Erkrankungen der Hypophyse und der Sellaregion interdisziplinär. Endokrinologie, Neurochirurgie, Neuroradiologie und weitere Fachbereiche koordinieren Diagnostik, Therapie und Nachsorge aus einer Hand.
Die Hypophyse ist eine zentrale Hormondrüse an der Schädelbasis. Erkrankungen können den Hormonhaushalt, das Sehvermögen, die Fruchtbarkeit, den Stoffwechsel und die Lebensqualität beeinflussen. Häufig handelt es sich um gutartige Hypophysenadenome, die Hormone produzieren oder durch ihr Wachstum benachbarte Strukturen beeinträchtigen. Auch Zysten, Inzidentalome und seltene Tumoren der Sellaregion erfordern eine sorgfältige interdisziplinäre Beurteilung.
Das Hypophysenzentrum KSA bündelt die Expertise der beteiligten Fachbereiche. Es bietet einen strukturierten Behandlungspfad von der Erstabklärung über endokrinologische Diagnostik, Bildgebung und ophthalmologische Beurteilung bis zur medikamentösen, operativen oder radioonkologischen Therapie und Nachsorge.
Ein Schwerpunkt liegt auf der gemeinsamen Indikationsstellung und der modernen Behandlung komplexer Hypophysenerkrankungen. Dazu gehören spezialisierte präoperative Abklärungen, hochauflösende Bildgebung, neuronavigierte und endoskopische Operationstechniken, interdisziplinäre Fallbesprechungen sowie standardisierte Verlaufskontrollen. Zuweisende profitieren von einem klaren Eintrittspunkt, rascher Triage und transparenten Zuweisungswegen.
Leistungen
Behandlung typischer Krankheitsbilder
Funktionell aktive und hormoninaktive Adenome, Mikro- und Makroadenome, Rezidive und komplexe Verläufe.
Abklärung von Zyklusstörungen, Galaktorrhoe, Infertilität, Libidoverlust, Hypogonadismus; medikamentöse Therapie und Verlaufskontrolle.
Diagnostik und Therapie bei Wachstumshormonexzess, inklusive endokrinologischer Testung, Bildgebung, operativer und medikamentöser Therapieplanung.
Strukturierte Diagnostik bei klinischem Verdacht, interdisziplinäre Indikationsstellung, operative Therapie und Nachsorge.
Beurteilung bei Kopfschmerzen, Gesichtsfeldausfällen, Hypophyseninsuffizienz oder Zufallsbefund im MRI.
Abklärung und Behandlung von Hormonmangelzuständen vor und nach Therapie.
Risikostratifizierung, Festlegung der notwendigen endokrinologischen, radiologischen und ophthalmologischen Kontrollen.
z. B. Rathke-Zysten, Kraniopharyngeome, Meningeome oder andere seltene Raumforderungen der Sellaregion.
Rasche Abklärung bei Sehstörungen, Verdacht auf Hypophysenapoplexie, Nebenniereninsuffizienz oder relevanter Hyponatriämie.
FAQ
Häufige Fragen
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Die Hypophyse ist eine kleine, aber zentrale Hormondrüse an der Schädelbasis. Sie steuert wichtige Hormonachsen, unter anderem Schilddrüse, Nebennieren, Wachstum, Sexualhormone, Wasserhaushalt und Stillfunktion.
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Mögliche Zeichen sind Zyklusstörungen, Galaktorrhoe, Libidoverlust, Infertilität, unerklärte Gewichtszunahme, Bluthochdruck, Diabetes insipidus, vermehrtes Schwitzen, Vergrösserung von Händen oder Füssen, Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Gesichtsfeldausfälle. Viele Beschwerden sind unspezifisch; die Einordnung erfolgt deshalb interdisziplinär.
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Nein. Viele Befunde können zunächst kontrolliert oder medikamentös behandelt werden. Eine Operation wird insbesondere bei relevanter Grössenzunahme, Druck auf den Sehnerv, bestimmten hormonaktiven Tumoren oder unzureichender medikamentöser Kontrolle geprüft.
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Je nach Fragestellung erfolgen eine ausführliche Anamnese, Hormonanalysen, MRI der Sellaregion und bei Nähe zum Sehnerv eine augenärztliche/neuroophthalmologische Untersuchung. Danach wird im Team entschieden, ob Kontrolle, Medikamente, Operation oder eine andere Therapie sinnvoll ist.
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Viele Hypophysenoperationen können endoskopisch über die Nase durchgeführt werden. Ziel ist eine möglichst sichere Entfernung oder Entlastung der Raumforderung bei Schonung der Hormonfunktion und umliegender Strukturen. Details werden individuell in der neurochirurgischen Sprechstunde besprochen.
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Nach der Behandlung werden Hormonwerte, Sehfunktion und MRI-Verlauf strukturiert kontrolliert. Die Nachsorge erfolgt gemeinsam durch Endokrinologie, Neurochirurgie und die zuweisenden Ärztinnen und Ärzte.
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Zuweisende können Patientinnen und Patienten über die Homepage anmelden. Bei dringlichen Symptomen wie akuter Sehverschlechterung, starker Kopfschmerzsymptomatik oder Verdacht auf Hypophysenapoplexie sollte der dringliche Kontaktweg genutzt werden.
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Das Hypophysenzentrum KSA koordiniert die beteiligten Fachbereiche. Patientinnen und Patienten erhalten einen klaren Ansprechpartner und einen abgestimmten Behandlungsplan.
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