Kaffeepause mit dem Teamleiter Transportlogistik
5. August 2026
Das nachfolgende Interview wurde mit Abreham Tadesse, dem Teamleiter Transportlogistik, geführt. Seit vielen Jahren sorgt er mit seinem Team dafür, dass im Hintergrund alles reibungslos läuft und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zu einem funktionierenden Spitalbetrieb.
- Fachperson KSA
- Lesedauer ca. 5 Minuten
„Was hat dich damals ins KSA geführt?“
Vor meiner Zeit am KSA habe ich in einem Hotel gearbeitet. Von verschiedenen Seiten habe ich damals immer wieder Positives über das KSA gehört. Deshalb habe ich mich entschieden, mich hier zu bewerben. Heute bin ich bereits seit vielen Jahren Teil des Teams und habe miterlebt, wie sich das Spital stetig weiterentwickelt hat.
„Was genau machst du als Transportlogistiker im Spital?“
Wie es der Name schon sagt, kümmern wir uns darum, dass alles von A nach B kommt. Dazu gehört eine grosse Bandbreite an Aufgaben. Wir verteilen Essen auf die Bettenstationen, transportieren Medikamente und sterile Waren, kümmern uns um die ganze Post, entsorgen Abfälle von Kehricht über Sharps (medizinische Abfälle) bis hin zu alten Geräten. Wir sammeln Schmutzwäsche ein und versorgen die Stationen gleichzeitig mit sauberer Wäsche. Kurz gesagt, ohne uns würde vieles im Alltag schlicht nicht funktionieren.
„Viele unterschätzen die Bedeutung der Transportlogistik. Welche Rolle spielt ihr im Spital?“
Vielen ist gar nicht bewusst, dass unsere Arbeit systemrelevant ist. Wir haben im Hintergrund grossen Einfluss auf den gesamten Spitalbetrieb. Wenn wir nicht funktionieren, stockt der Patientenfluss und die Behandlungsprozesse. Unsere Arbeit ist indirekt auch Teil der gesamten Patientenversorgung, zum Beispiel durch die Verteilung von Essen oder den Transport von sterilen Materialien. Timing spielt dabei eine zentrale Rolle. Wir sind ein bisschen wie die SBB. Alle verlassen sich darauf, dass wir pünktlich sind.
„Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?“
Einen typischen Tag gibt es bei uns eigentlich nicht. Wir arbeiten im Früh- oder Spätdienst und übernehmen in der Regel jeweils eine Woche lang einen festen Dienst mit klar definierten Aufgaben. Genau diese Abwechslung macht den Job für mich so spannend. Jede Woche ist anders, die Aufgaben wechseln und man ist ständig in Bewegung.
„Du arbeitest mit vielen verschiedenen Berufsgruppen zusammen. Wie erlebst du das?“
Das ist einer der schönsten Aspekte meines Jobs. Ich bin den ganzen Tag unterwegs und treffe ständig unterschiedliche Menschen, von der Pflege über die Küche bis zur Reinigung oder Hotellerie. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit macht den Arbeitsalltag extrem spannend. Besonders schätze ich die Wertschätzung und den Austausch mit Menschen aus ganz verschiedenen Bereichen.
„Welche Eigenschaften sollte man für deinen Beruf mitbringen?“
Wichtig sind vor allem Teamfähigkeit, Flexibilität und Zuverlässigkeit. Man sollte gerne mit Menschen arbeiten und eine positive Ausstrahlung haben. Was viele unterschätzen, der Job kann auch körperlich fordernd sein. Wir sind bei jedem Wetter unterwegs und gerade am Morgen oder zu Wochenbeginn kann es auch mal hektisch werden. Mein Tipp an Interessierte: Seid offen, packt mit an und arbeitet vor allem pünktlich und zuverlässig. Dann ist man hier genau richtig.
„Was macht deinen Job für dich persönlich besonders?“
Ich komme jeden Morgen gerne zur Arbeit. Besonders schätze ich, dass ich nicht den ganzen Tag am gleichen Ort arbeite. Ich bin ständig unterwegs, sehe viele verschiedene Bereiche des Spitals und treffe täglich Menschen aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen. Zudem hatte ich am KSA viele Möglichkeiten, mich weiterzuentwickeln, sowohl beruflich als auch persönlich.
Auch an strengeren Tagen hilft mir meine positive Einstellung. Ich starte lieber etwas früher, plane meinen Tag gut und lasse mich nicht stressen. Und natürlich motiviert auch der Austausch mit meinem Team.
„Wie blickst du in die Zukunft? Was verändert sich mit dem Neubau?“
Ich erwarte vor allem eine modernere Infrastruktur und weiter optimierte Prozesse. Durch kürzere Wege und technologische Unterstützung könnte vieles effizienter werden. Gleichzeitig ist gut möglich, dass sich unser Aufgabenbereich weiterentwickelt und neue Tätigkeiten dazukommen.