Taube Zehen: Wann eine neurologische Abklärung sinnvoll ist
23. Juni 2026
Taubheitsgefühle in den Zehen können verschiedene Ursachen haben. Da sie auf eine Schädigung der Nervenfasern hindeuten können, ist eine fachärztliche neurologische Untersuchung empfehlenswert.
- Fachperson Dr. med. Anett Ulrich-Marti
- Lesedauer ca. 5 Minuten
Was können taube Zehen bedeuten?
Taubheitsgefühle in den Zehen können auf eine Schädigung der Nervenfasern hinweisen. Fachleute sprechen dabei von einer sogenannten Polyneuropathie. Typischerweise beginnen die Beschwerden an den Zehen oder Füssen.
Wie wird eine Polyneuropathie abgeklärt?
Eine neurologische Untersuchung kann erste Hinweise auf eine Nervenschädigung geben. Anschliessend kann eine elektrische Nervenmessung durchgeführt werden, um den Verdacht zu bestätigen.
Wird die Diagnose einer Polyneuropathie gestellt, folgt die Suche nach den möglichen Ursachen.
Mögliche Ursachen
Die Ursachen einer Polyneuropathie sind vielfältig. Häufige Auslöser sind:
- Diabetes
- Bestimmte Medikamente, beispielsweise Chemotherapien
- Länger bestehender erhöhter Alkoholkonsum
Darüber hinaus können auch ein Mangel an bestimmten Vitaminen, andere Begleiterkrankungen oder genetische Ursachen vorliegen.
Spielt die Schlafposition eine Rolle?
Ein Zusammenhang mit der Schlafposition ist in diesem Fall nicht anzunehmen.
Wenn zusätzlich ein Bewegungsdrang auftritt
Manchmal werden Missempfindungen wie Taubheit oder Kribbeln in den Füssen von einem starken Bewegungsdrang begleitet. In diesem Fall spricht man von einem Restless-Legs-Syndrom. Dieses tritt typischerweise in Ruhe und vor allem am Abend auf.
Merkpunkte
- Taubheitsgefühle in den Zehen können auf eine Polyneuropathie hinweisen.
- Eine neurologische Untersuchung kann erste Hinweise auf eine Nervenschädigung liefern.
- Die Ursachen einer Polyneuropathie sind vielfältig.
- Ein Zusammenhang mit der Schlafposition ist nicht anzunehmen.
- Treten Taubheit oder Kribbeln zusammen mit starkem Bewegungsdrang auf, kann ein Restless-Legs-Syndrom vorliegen.